Und führe zusammen, was getrennt ist

Wallfahrt mit offenen Augen und wachen Sinnen 06.05.11

Gottesdienst im Trierer Dom zur Eröffnung des Vorbereitungsjahres

Am Beginn des Vorbereitungsjahres stand die Feier der Eucharistie im Trierer Dom.

Am Beginn des Vorbereitungsjahres stand die Feier der Eucharistie im Trierer Dom.

Trier - "Es geht um unser Selbstverständnis als Kirche in dieser Zeit und um die Bedeutung des Glaubens für unser Leben." In diesen Kontext sieht der Trierer Bischof Dr. Stephan Ackermann das Jahr der geistlichen Vorbereitung auf die Heilig-Rock-Wallfahrt 2012. Das hat er am 6. Mai beim Gottesdienst zur Eröffnung des Vorbereitungsjahres im Trierer Dom betont. Mehr als tausend Gläubige und über 300 Messdienerinnen und Messdiener aus dem gesamten Bistum feierten den Gottesdienst am Fest des Heiligen Rockes mit. Das Jahr der geistlichen Vorbereitung steht unter dem Thema "Erlösung".

Natürlich diene das Jahr auch dazu, auf die Wallfahrt aufmerksam zu machen, den Termin im "inneren Kalender" der Haupt- und Ehrenamtlichen und den Gemeinden zu verankern, Helferinnen und Helfer zu werben und "die Vorfreude in uns wachsen zu lassen". Gleichzeitig wies der Bischof aber darauf hin, dass die Wallfahrt im kommenden Jahr kein "naives Jubelfest, das uns für vier Wochen die beanspruchenden Realitäten von Welt, Gesellschaft und Kirche vergessen machen will", sei. "Wir wollen Wallfahrt feiern mit offenen Augen und wachen Sinnen", ermahnte Ackermann. Die Kirche auch im Bistum stehe vor großen Herausforderungen: "Menschen, auch bereits Getaufte, entscheiden selbst, ob sie weiter zur Kirche gehören wollen, ob der christliche Glaube heute und in Zukunft ein wesentlicher Bestandteil ihres Lebens ist oder nicht." Daher brauche es das Zueinanderkommen, die Selbstvergewisserung und das Gespräch.

Im Jahr der geistlichen Vorbereitung könne der "Ur-Pilgerweg des Glaubens", der Weg der beiden Jünger nach Emmaus, als Grundmuster für den Weg der Christen heute und für den gemeinsamen Weg als Gemeinschaften vor Ort, als Bistum, als Kirche im Land dienen: Es gehe immer wieder darum, aufmerksam die konkrete Situation anzuschauen - "mit ihren beglückenden Seiten und dem, was uns bedrückt, wo wir ratlos sind, uns vielleicht sogar ohnmächtig fühlen". Der Bischof ermutigte die Gläubigen, wie die Emmausjünger zu sein und Jesus an sich heranzulassen und sich nicht einzumauern im "Käfig unserer Gedanken, unserer Gefühle und Konzepte". Es gelte, Jesus die Chance zu geben, sich "auch bei uns einzuschleusen".

Bischof Ackermann sagte weiter, er wünsche sich, dass die im Trierer Dom aufgestellten Stelen mit den Impulsen zu den fünf Schritten des Erlösungsweges "Dasein", "Ohnmacht", "Zuspruch", "Lebendigkeit" und "Hoffnung" sich auch in weiteren Kirchen des Bistums als konkrete Erinnerungsmarken wiederfänden. "Wenn in den kommenden Monaten die fünf Elemente des Emmausweges zu einer Art Grundrhythmus unseres Nachdenkens, Betens und Lebens werden, dann wird die Heilig-Rock-Wallfahrt nicht bloß ein vierwöchiges 'sakrales Event', sondern eine wirkliche Festzeit des Glaubens."

(Wortlaut der Predigt auf www.bischof.bistum-trier.de)

Stellvertretend für die über 800 Gruppen, Pfarreien, Einrichtungen und Verbände, die bereits eine Pilgerfahne erhalten haben, überreichten Bischof Ackermann und Wallfahrtsleiter Dr. Georg Bätzing am Ende des Gottesdienstes Pilgerfahnen an Vertreter des BDKJ, der Bistumsschulen, des Besucherdiensts, der Caritas, der Ministranten, der kfd Waxweiler, einer Pilgergruppe aus Newel, der Porta Nigra-Schule Trier und des Schönfelder Hofes.

Die musikalische Gestaltung im Gottesdienst hatten der Frauenchor des Vokalensembles St. Paulin Trier, der Männerchor der Trierer Sängerknaben (Chorknaben der Barmherzigen Brüder von Maria-Hilf e.V.), Regionalkantor Volker Krebs (Leitung), Adrian Caspari (Chororgel) und Domorganist Josef Still (Hauptorgel).  Zur Aufführung kam im Gottesdienst unter anderem auch das Stückes "Herr, bleibe bei uns" des ehemaligen Trierer Regionalkantors Joachim Reidenbach.

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Trier: 13. April bis 13. Mai 2012
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