Und führe zusammen, was getrennt ist

Per Anhalter zum Heiligen Rock 10.05.12

Novizen der belgischen "Bruderschaft vom See Tiberias" pilgerten nach Trier

"Wir singen von der Freude über die Auferstehung Christi" Die belgische Bruderschaft musiziert im Domfreihof

"Wir singen von der Freude über die Auferstehung Christi" Die belgische Bruderschaft musiziert im Domfreihof

Trier  - Es ist ein Anblick, der viele Pilger zum Verweilen einlädt: Sechs junge Ordensmänner in schlichten, azurblauen Habits und Sandalen stehen auf dem Domfreihof, einer spielt Gitarre, die anderen singen fröhliche Kirchenlieder. Per Anhalter haben sich die Angehörigen der "Bruderschaft vom See Tiberias" auf den Weg zum Heiligen Rock nach Trier gemacht. Gestartet sind die Novizen morgens am Sitz ihrer Gemeinschaft in der Nähe von Namurs (Belgien). "Wir wollen beim Heiligen Rock für die Einheit der Christenheit beten und betreiben dabei auch ein wenig Evangelisation", erklärt Bruder Seraphin (25) die Motive für ihren Deutschlandbesuch. In Trier, wo sie sich in den Zelten der Pilgeroase am Brüderkrankenhaus einquartieren konnten, seien sie sehr herzlich begrüßt worden.

Über die Grundsätze seiner Gemeinschaft, die erst seit etwa 30 Jahren existiert, berichtet Bruder Seraphin: "Wir sind von der franziskanischen Spiritualität inspiriert und leben nach den Regeln des Heiligen Franziskus. In unserem Leben gibt es vier wichtige Punkte: Zu unserem Herrn Jesus Christus beten, die Arbeit mit unseren Händen, die Mission beispielsweise in Pfarreien, Schulen und in Afrika und das brüderliche Leben." Sein Mitbruder Friedrich berichtet: "Wir machen viele Pilgerfahrten per Autostop - damit knüpfen wir an die franziskanische Tradition an. Wir singen von der Freude über die Auferstehung Christi". Ob die Menschen beim Anblick der Gitarre spielenden und singenden Mönche überrascht sind? "Das ist gut! Christus überrascht uns auch in unserem Leben", antwortet Bruder Friedrich. Ein oder zwei Mal im Jahr seien die Novizen auf  Wallfahrt unterwegs, mal nach Assisi, mal nach Rom, immer per Anhalter. "Wir betteln um unser Essen und unsere Schlafgelegenheiten. Gottes Liebe ist sehr konkret, und das ist eine Freude. Christus, dem wir unser Leben gewidmet haben, gibt uns Essen und alles, was wir brauchen", erklärt Bruder Friedrich. Zum Abschied stellt er eine typisch belgische Frage: "Wo kann man denn hier gut Pommes frites essen?"

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Trier: 13. April bis 13. Mai 2012
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