Und führe zusammen, was getrennt ist

Nach der eigenen Christusbeziehung fragen 14.02.12

Ökumenischer Jugendkreuzweg wird in Trier eröffnet

Bilder der Oberammergauer Passionsspiele illustrieren den Jugendkreuzweg - hier ist die Tempelreinigung zu sehen (Foto: Brigitte Maria Mayer, © Gemeinde Oberammergau)

Bilder der Oberammergauer Passionsspiele illustrieren den Jugendkreuzweg - hier ist die Tempelreinigung zu sehen (Foto: Brigitte Maria Mayer, © Gemeinde Oberammergau)

Trier - Seit 54 Jahren verbindet er Christinnen und Christen verschiedener Konfession, überwindet innere und äußere Grenzen und will Verständnis füreinander wecken und inspirierende Kräfte entwickeln: der Ökumenische Kreuzweg der Jugend. Am Freitag, 30. März findet die bundesweite Eröffnung des Jugendkreuzwegs 2012 statt, der unter dem Thema "Erlösung" steht. 

Mit dem Motto "Erlöse uns" greift das Redaktionsteam des Jugendkreuzwegs das Thema des Jahres der geistlichen Vorbereitung auf, mit dem das Bistum Trier sich auf die Heilig-Rock-Wallfahrt vom 13. April bis 13. Mai 2012 vorbereitet. Markus Hartmann von der Arbeitsstelle für Jugendseelsorge der Deutschen Bischofskonferenz (afj), Mitglied des Redaktionsteam, erklärt, warum das Team sich bei der Themensetzung von der Wallfahrt hat inspirieren lassen und den Kreuzweg in Trier eröffnet: "Uns hat es beeindruckt, dass eine ?urkatholische? Wallfahrt zu einer nicht unumstrittenen Reliquie   ökumenisch gefeiert wird. Am Heiligen Rock lässt sich das Erlösungsgeschehen festmachen. Er erinnert uns daran, was Jesus für uns Menschen auf sich genommen hat. Das lässt uns nach unserer eigenen Erlösung und nach unserer Christusbeziehung fragen - darum geht es auch beim Ökumenischen Jugendkreuzweg." 
 
Diözesanjugendpfarrer Matthias Struth ist froh, dass die bundesweite Eröffnung in Trier stattfindet: "Wenn Erlösung - das Thema des Vorbereitungsjahres auf die Wallfahrt - das Thema des Jugendkreuzwegs ist, wollen wir den auch hier in Trier beten." Deshalb habe der Arbeitsbereich Jugendpastoral des Bistums Trier gerne zugesagt, als die afj mit der Idee einer Zentralveranstaltung auf ihn zugekommen sei. "Wir haben alle Trierer Schulen zur Teilnahme eingeladen, das gesamte Domkapitel, den Oberbürgermeister von Trier, die Spitze des Bundes der deutschen katholischen Jugend (BDKJ) und viele mehr", erklärt Struth. Man rechne mit rund 1.000 Teilnehmenden. "Es ist schön, dass wir eine solche Veranstaltung durchführen können. Das zeigt, dass der Kreuzweg eine besondere Stellung erhält im Wallfahrtgeschehen und in Trier." Struth sieht die Vorbereitungen und den Kreuzweg selber auch als eine Art Generalprobe für die Angebote der Jugendpastoral und der Jugendlichen bei der Wallfahrt. "Und es zeigt uns, dass die Jugend wichtig ist für die Wallfahrt - die Jugendlichen machen gerne mit, die Heilig-Rock-Wallfahrt ist bei der Jugend angekommen." 
 
Um 19 Uhr startet der Jugendkreuzweg an der Konstantinbasilika (Evangelische Kirche zum Erlöser). In einer Prozession ziehen die Jugendlichen durch die Stadt. Begleitet werden sie dabei unter anderem vom Trierer Bischof Dr. Stephan Ackermann, dem Vorsitzenden des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland und Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland Nikolaus Schneider, Wallfahrtsleiter Dr. Georg Bätzing und Diözesanjugendpfarrer Matthias Struth. Der Kreuzweg endet im Trier. Dort kann auch die Heiltumskammer besucht werden, in der der Heilige Rock aufbewahrt wird. Der Kreuzweg schließt mit einer gemeinsamen Agape. Die musikalische Gestaltung des Kreuzwegs liegt bei Gregor Linßen und der Gruppe AMI. Illustriert wird der Kreuzweg mit Bildern von den Oberammergauer Passionsspielen 20120. Die Fotografien von Brigitte Maria Mayer wirken, "als seien sie vor 2.000 Jahren auf der Via Dolorosa in Jerusalem aus der Hüfte geschossen", kommentieren die Veranstalter ihre Wahl. Der Ökumenische Jugendkreuzweg in Trier ist eine gemeinsame Veranstaltung von Dekanat Trier, Evangelische Kirchengemeinde Trier, BDKJ Trier, Arbeitsbereich Jugendpastoral im Bistum Trier und dem Team Ökumenischer Jugendkreuzweg. 
 
Anfang Februar werden die Materialien versandt. Interessierte Gruppen oder Einzelpersonen können sich schon heute anmelden beim Arbeitsbereich Jugendpastoral des Bistums Trier, Tel.: 0651-7105-122, E-Mail: jugendpastoral@bistum-trier.de. Alle Informationen gibt es auch unter  www.jugendkreuzweg-online.de im Internet. Dort kann auch das 27-seitige Impulsheft bestellt werden. 

1958 begann der Jugendkreuzweg als "Gebetsbrücke" zwischen jungen katholischen Christinnen und Christen in der Bundesrepublik und der ehemaligen DDR; seit 1972 wird er ökumenisch gebetet. Mit jährlich knapp 60.000 Teilnehmenden gehört er heute zu den größten ökumenischen Jugendaktionen. Auch in den Niederlanden, Österreich und den deutschsprachigen Teilen von Luxemburg, Belgien und der Schweiz beten ihn junge Christen. Träger sind die Arbeitsstelle für Jugendseelsorge der Deutschen Bischofskonferenz (afj), der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) und die Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend in Deutschland e.V. (aej).

 

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Trier: 13. April bis 13. Mai 2012
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