Impuls für den Glauben 15.02.12
Mainzer Theologiestudenten informieren sich über Wallfahrt

Wallfahrtsleiter Bätzing (li.) und Karin Müller-Bauer (re.) informierten die Studentengruppe über die Wallfahrt.
Trier - Im Rahmen eines Hauptseminars zum Thema "Pilgern als pastorales Phänomen" hat eine Gruppe Theologie-Studierender aus Mainz Anfang Februar das Wallfahrtsbüro besucht und sich über die Heilig-Rock-Wallfahrt 2012 informiert. Die jungen Leute mit ihrem Professor, dem Pastoraltheologen Dr. Philipp Müller, und Assistent David Hüser, beschäftigen sich in dem Seminar mit den Möglichkeiten und Chancen des Pilgerns, hatten sich mit großen und auch lokalen Wallfahrtsorten befasst und wollten nun etwas über die Planungen und Erfahrungen des Bistums Trier mit der Wallfahrt erfahren.
Wallfahrtsleiter Monsignore Dr. Georg Bätzing erklärte, der Bischof und das Domkapitel müssten "ein Gespür" dafür entwickeln, wann man eine Wallfahrt ausrufen kann. Er erinnerte an die Wallfahrt 1959, die nach dem zweiten Weltkrieg stattfand und schon im Zugehen auf das Konzil stand, oder die Wallfahrt 1996, die die Jahrtausendwende im Blick hatte. Im Wesentlichen gehe es bei einer Wallfahrt um einen "Impuls für den Glauben im Bistum". Bätzing betonte, es sei wichtig, "jede Wallfahrt neu in ihre Zeit zu setzen". Dies sei eine Chance, denn man gerate nicht in die Gefahr, in Muster zu verfallen. Der Heilige Rock, erklärte der Wallfahrtsleiter, stelle für das Bistum eine Art "Kristallisationspunkt, um zusammen zu kommen" dar und sei Teil der Bistumsidentität. Die Organisatoren legten Wert darauf, dass die Wallfahrt "ein Event und eine Glaubensereignis" werde. Bätzing benannte die Schwerpunkte, etwa dass der Heilige Rock in der "guten Gesellschaft" von zahlreichen geistlichen Gemeinschaften zu finden sei. Dass auch die Ökumene eine große Rolle spiele, "das sind wir dem Gewand schuldig", das von jeher als Symbol der Einheit der Christen gedeutet werde, sagte Bätzing. Und schließlich sei das breite Angebot im Bereich des Pilgerns eine Reaktion auf den "Boom, den wir auch nutzen möchten". Im Gespräch mit Bätzing und der Referentin für Pilgerwege und Pilgertage, Karin Müller-Bauer, fragten die Studierenden etwa nach den verschiedenen Dimensionen des Leitworts "und führe zusammen, was getrennt ist" und nach der Öffentlichkeitsarbeit. Außerdem waren die Deutung des Gewandes und die Frage nach der Echtheit Themen.
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