Und führe zusammen, was getrennt ist

Ein Patriarch pilgert zum unzerteilten Gewand 22.04.12

70 Ritter und Damen vom patriarchalischen Orden zu Jerusalem in Trier

Die aufwendig gekleideten Ritter und Damen beim Gottesdienst in der Liebfrauenkirche

Die aufwendig gekleideten Ritter und Damen beim Gottesdienst in der Liebfrauenkirche

Trier - Rund 70 Mitglieder des "Pariarchalischen Ordens vom Heiligen Kreuz zu Jerusalem"  der mit Rom unierten, also in voller Kircheneinheit befindlichen Griechisch-Melkitisch-Katholischen Kirche haben eine Wallfahrt zum Heiligen Rock gemacht. Die Griechisch-Melkitisch-Katholische Kirche  ist die Bewahrerin der byzantinischen Liturgie in der römisch-katholischen Kirche: Begleitet wurden die Ordensmitglieder vom Oberhaupt ihrer Kirche Patriarch Gregorios III. von Antiochien.

Zahlreiche Gruppen hat Pfarrer Hans Wilhelm Ehlen seit der Wiedereröffnung 2011 in der frisch restaurierten Trierer Liebfrauenkirche begrüßen dürfen. Doch wohl keine davon war derart farbenprächtig und aufwändig gekleidet wie jene des Patriarchalischen Ordens vom Heiligen Kreuz zu Jerusalem. Die deutschen und belgischen Mitglieder des patriarchalischen Laienordens, der seinen deutschen Sitz in Aachen hat, waren in  ihrer Montur als Damen und Ritter erschienen, um eine der byzantinischen Liturgie und Tradition entsprechende Messe zu feiern. Hauptzelebrant war das Oberhaupt der Griechisch-Melkitisch-Katholischen Kirche: Seine Seligkeit Großmeister Patriarch Gregorios III. von Antiochien.

Großmeister Patriarch Gregorios III., Patriarch der Griechisch-Melkitisch-Katholischen Kirche, von Antiochien und dem ganzen Orient. Mit einem Lächeln beantwortet er - Jahrgang 1933 - die Frage ob es sein erster Besuch in Trier sei. Denn der in Damaskus (Syrien) residierende Patriarch ist so etwas wie ein Heilig-Rock-Veteran: "Ich kenne Trier seit dem 5. August 1959, als ich an der Pax-Christi-Route zu Fuß von Metz bis Trier zum Heiligen Rock teilgenommen habe. Seitdem bin ich immer wieder hierher gekommen."

Das unzerteilte Gewand ist für ihn ein Symbol der Einheit der Christenheit, der das Leiden, aber auch die Auferstehung Christi symbolisiere. Christen aus dem Westen und dem Osten, fordert der Patriarch, müssten zusammenstehen, damit es weniger Gewalt gebe - auch und vor allem in seiner Heimat Syrien. "Leider Gottes ist die Lage dort sehr angespannt. Die Syrer müssen gemeinsam in die Zukunft schauen können. Deshalb sage ich zu Europa: Helfen Sie uns, indem Sie den einzelnen Menschen im Lande mehr Zuversicht und Vertrauen geben. Wir können diese Krise überstehen." Der Patriarch und die Ordensmitglieder wurden von Weihbischof Robert Brahm begrüßt. Der Griechisch-Melkitisch-Katholischen Kirche gehören rund zwei Millionen Gläubige an. Der Orden vom Heiligen Kreuz zu Jerusalem führt zahlreiche Hilfsprojekte im Vorderen Orient durch, darunter Projekte zum Erhalt der Kirchen und heiligen Stätten sowie zum Aufbau von Bildungseinrichtungen und Einrichtungen der Krankenversorgung.

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