Grußwort von Reinhard Kardinal Marx, Erzbischof von München und Freising
Sehnsucht

- Bernhard Fuchs, Dechant des Dekanates
Liebe Pilgerinnen und Pilger!
„… und führe zusammen, was getrennt ist“ – dieses Motto der Heilig-Rock-Wallfahrt 2012 lässt zunächst an die Spaltung der Christenheit denken, die mit Gottes Hilfe überwunden werden soll. Von daher ist es naheliegend, einen besonderen Schwerunkt hinsichtlich der Ökumene zu setzen. Aber Trennungen und Spaltungen gibt es überall, wo Menschen miteinander leben: in den Familien , an den Arbeitsstätten, in Wirtschaft und Politik, aber auch in unserer Kirche. Auch diese gilt es zu überwinden im Blick auf Jesus Christus, der gekommen ist, die Wunden der Schöpfung zu heilen.
Die Feier der Kar- und Ostertage hat uns von neuem erfahren lassen, was „Erlösung“ bedeutet: die Versöhnung der Welt mit dem himmlischen Vater. Seit Jesu Tod und Auferstehung sind alle Grenzen überwunden, die Einheit zwischen Gott und Menschen, Himmel und Erde, oben und unten, Diesseits und Jenseits wiederhergestellt. Auch für diese Einheit kann die Tunika Christi ein Zeichen sein.
Möge die Wallfahrt nach Trier uns alle bestärken in dem Bemühen, die Mauern zwischen uns niederzureißen und Gemeinschaft zu stiften, wo immer dies möglich und nötig ist.
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen allen einen segensreichen und fruchtbringenden Wallfahrtstag in Trier.
Ihr Bernhard Fuchs,
Dechant des Dekanates Simmern-Kastellaun


